AW: Bokn
So, wir sind mittlerweile wieder wohlbehalten in Deutschland angekommen und ich will ich dich nicht länger auf die Folter spannen.
Das Haus ist top und absolut empfehlenswert. Ruhig gelegen, eigener Anleger, Filetiertisch, Bootshaus… Im Haus ist alles da was gebraucht wird. Auch Tiefenkarten in allen Maßstäben sind dutzendfach vorhanden. Das Boot (ich glaube es ist 4,20 Meter lang) – nun ja, für 3 Personen gerade noch okay, der 10 PS-Motor (2-Takter) war aber alles in allem ausreichend, hat stets einwandfrei funktioniert und ist auch recht sparsam im Verbrauch. An unseren 7 Angeltagen haben wir nur 30 Liter Sprit verbraucht, das kenne ich auch anders. Dass bei Booten dieser Größe auf Wind und Wellen geachtet werden sollte, muss ich hier wohl nicht erwähnen (ich tue es somit trotzdem). Wir waren zwar auch bei Wellenhöhen von bis zu 3 Metern draußen vor den Schären, aber selbst bei entsprechend langen Wellen fühlten wir uns dann nicht wirklich wohl...
Zur Angelei:
Kurz: Unsere Kisten sind, so wie es sich wohl gehört, wieder voll mit nach Hause gereist.
Seelachs hätten wir ohne Ende fangen können, die ersten Makrelen waren auch schon da. Außerdem sehr gut Dorsch, Pollack und Plattfisch. Ein paar Leng und sogar ganz ordentliche Wittlinge konnten wir ebenfalls erbeuten.
Normalerweise haben wir den Vormittag an der grünen Tonne von Kleppflua verbracht. Dort zwischen 15 und 50 Metern Wassertiefe sind riesige Köhlerschwärme durchgezogen. In bzw. unter diesen konnten wir dann gute Pollacks und Dorsche fangen. Nachmittags haben wir die ruhige Variante im Inselinneren vorgezogen. Im gesamten Drevsund (also wirklich das gesamte Gebiet von Westen bis Osten) ist der Untergrund sandig bei 15 bis 30 Metern Wassertiefe. In der Mitte kommen nochmal 2 Untiefen, die aber mit Holzpfählen markiert sind, hier ist´s dann auch kurz mal wieder steinig, also mit entsprechender Hängergefahr. In diesem großen Gebiet haben wir erfolgreich auf Plattfisch geangelt. In erster Linie sind uns so jede Menge Klieschen an den Haken gegangen. Da wir die oberen Vorfächer etwas auffälliger gestaltet haben (also noch mit Spinnerblatt usw.) haben wir aber auch dort stets gute Dorsche, Pollacks und ein paar Wittlinge gefangen. Überhaupt scheint es dort recht viel Pollack zu geben, um die äußeren Inseln reichen oft schon ein paar Würfe in Ufernähe, um einen an den Haken zu bekommen.
Soweit mein Eindruck von Haus und Angelei, falls weitere Fragen sind, werden diese gerne beantwortet…
Petri Heil,
H.B.