Hallo Düren38,
wir waren vor zwei Jahren Anfang Mai am Grønsfjord. Leider hatten wir sehr ungünstigen Wind. Der blies fast immer direkt aus Süd, so daß sich im Fjord ganz schön Wellen aufbauten.
Wir sind die meiste Zeit im Fjord geblieben und haben es dann an entsprechend geschützten Stellen um die Inseln im Fjord herum versucht.
Zum Gerät:
Schweres Gerät habe wir nicht wirklich gebraucht. Ich habe beim Angeln vom Boot zu 90% eine leichte Pilkrute bis zu 20 lbs benutzt.
Ich würde Dir daher, wenn Du vom Boot angeln möchtest die Anschaffung einer Pilkrute raten. Dazu -meiner Meinung nach- am besten eine Multirolle. Laß Dir bloß nicht so einen riesen Klopper verkaufen! Meiner Meinung nach reicht eine Multi bis zu der Größe einer ABU 7000 vollauf. Auch die 6000er Größe von ABU ist m.M. noch noch gut für den unteren Bereich dieser Gewichtsklasse. Zum Hersteller von Rute und Rolle an dieser Stelle nur soviel: Ich habe zum Pilken bisher Ruten von ABU, Shimano und Sportex benutzt und bin mit allen sehr zufrieden. Für das leichte bis mittlere Pilken habe ich mich bisher ausschließlich auf ältere (Baujahr nicht jünger als 1985) ABU Rollen verlassen und hatte noch keine Probleme mit diesen Rollen. Es kann natürlich auch PENN, AVET oder Shimano etc. sein; die bauen ohne Frage Spitzenrollen. Die Entscheidung ist letzten Endes eine Frage des Persönlichen Geschmackes und des Geldbeutels. Hier gehen die Meinungen weit auseinander.
Ich persönlich würde eine Rute VOR dem Kauf einmal in die Hand nehmen wollen, um zu fühlen ob sie zu mir paßt.
Zur Ruten/Rollenfrage sehe am besten mal in der Rubrik Angelgeräte nach, bzw. nutze die Suchfunktion. Da bekommst zu fast allem etwas.
Nimm auf jeden Fall aber Deine beiden (Spinn- ?) Ruten mit. Wenn Du Glück hast sind vielleicht schon Makrelen im Fjord. Wir haben uns mit dem Norweger unterhalten, der in dem etwas verwahrlost erscheinenden Haus direkt hinter der Brücke am Jåsund wohnt. Der erzählte uns, wenn die Makrelen da sind, könne man sich direkt im Järsund mit Makrelen "dösig" fangen. Das wäre auf jeden Fall etwas für Deine leichte Spinnrute. Aber natürlich auch für die Meerforellenjagd vom Ufer sollte die "Leichte" mit dabei sein.
Die "Leichte" sollte am Ufer mindestens 2,7 Meter lang sein. Sonst hängt man öfter als einem lieb ist mit dem Blinker in dem Blasentang am Ufer fest. Mit 3,0 bis 3,2 erreichst Du gewiss größere Weiten, die werden aber beim, unter Umständen notwendigen Klettern am Ufer auch leicht mal hinderlich. Ich denke 3 ,0 Meter ist ein guter Kompromiß. Meine hat Wurfgewicht bis 30 Gramm. Da machen auch die Dorsche vom Ufer aus richtig Spaß. Köhler und Pollak so wie so.
Ach so Köder: Beim Blinkern vom Ufer habe ich am liebsten mit Blinkern vom Typ Toby oder Møre-Silda in ca. 18 Gramm in der Farbe Silber/Rot oder Silber/Schwarz gefischt. Die Farbe ist, so glaube ich, aber eher zweitrangig.
Aufgrund des ungünstigen Windes waren bei uns die Fische sehr beißunlustig; es wurde kaum etwas gefangen. Wir habe die Fische dann beim Schleppen vom Boot aus gesucht. Das wäre dann eventuell -wenn sie denn zum Schleppangeln geeignet ist- ein Einsatzgebiet für Deine Hechtrute.
Wenn den mal was beim Pilken gebissen hat, dann meist in der Nähe der Inseln im Fjord oder aber um die Inseln am Fjordausgang herum.
Eine kleine Bucht, die beim Schleppen immer wieder für mehrere Dorsche gut war, liegt bei Fahrtrichtung Fjordausgang auf der linken Seite. In der Bucht befindet sich eine Art Bootshütte mit einem blauen Kran davor. In dieser Bucht konnten wir eines Abends sogar einen Hering, gebissen auf einen geschleppten Toby Blinker fangen. Der sofortige Einsatz von Heringsvorfächern hat uns in Windeseile ca. 30 sehr(!) große Heringe eingebracht. Leider war der Spuk nach dem Umsetzen des Bootes vorbei.
So das war's erstmal. Jetzt muß ich mal ein bißchen Arbeiten. :rolleyes:
Wenn noch Fragen sind: FRAGEN!!!
Beste Grüße
torsk-king